Web- und Internet-Aktivitäten bei Versicherern

Ergebnisse einer Umfrage

Diese Seite repräsentiert einen kleinen Teil der Ergebnisse einer Bachelorarbeit mit dem Titel "Vergleich von Web-Strategien von Versicherungsunternehmen". Die Arbeit beinhaltete eine großflächige Umfrage, in der deutsche Versicherungsunternehmen zu Ihren Web- und Internetaktivitäten befragt wurden. Angeschrieben wurden 138 Versicherer mit der Bitte, einen zweiseitigen Fragebogen auszufüllen. Davon beteiligten sich 46, was einer Teilnehmerquote von einem Drittel entspricht.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Teilnehmer!

Folgend finden Sie die Ergebnisse in grafischer Form sowie Kommentare und Wertungen


Fragen zum Unternehmen

1. Wie viele in Deutschland fest angestellte Mitarbeiter hat Ihr Versicherungsunternehmen (VU)?

Man erkennt sehr deutlich dass, die größte Antwortgruppe den Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern entspricht.
Positiv an den Zahlen ist allerdings, dass jede der Teilgruppen mit mindestens neun Prozent teilnahm.
Das Ziel einer gut repräsentierten Teilnahme in jeder Teilgruppe wurde mit Erfolg erreicht.

2. Wie hoch sind die gebuchten Bruttobeiträge (Umsatz) ihres Unternehmens? (in Mio.)

3. Ist Ihr Unternehmen ein reiner Direktversicherer?

Die große Mehrheit der Teilnehmer entspricht klassischen bzw. Mischversicherern.

4. Welche Versicherungssparten bietet Ihr Unternehmen? (Mehrfachnennung möglich)

Fragen zum Einsatz des Internets:

5. Welche Möglichkeiten bietet Ihr Unternehmen dem Kunden/Interessenten über Ihre Webseite an? (Mehrfachnennung möglich)

Bei näherer Betrachtung des Diagramms erkennt man, dass alle teilnehmenden Versicherer die Möglichkeit bieten, über das Web, Kontaktdaten abzufragen oder Kontakt aufzunehmen. In den meisten Fällen erfolgt dies über den Web-Auftritt des Unternehmens.

6. Folgende Matrix dient der Zuordnung Ihrer Sparten zu Prozessen, die Sie über das Internet anbieten. Hierbei wird keine Unterscheidung gemacht, ob es sich um eine Anbindung mit Oberfläche (Portal/Web-Applikation) oder eine automatisierte Anbindung (Web-Service) handelt. Kennzeichnung durch "X"

Das Ergebnis der Auszählung war Folgendes:

7. Welches der folgenden Geschäftspotentiale durch das Internet schätzen Sie für Ihr Unternehmen in der Zukunft am bedeutendsten ein?

8. Arbeitet ihr VU zusammen mit folgend aufgeführten Partnern?

Zudem fiel bei der Auswertung der Fragebögen auf, das nahezu alle mit Partnern zusammenarbeiten. Genauer gesagt sind es 44 von 46 Teilnehmern, was 96 Prozent entspricht.

Fragen zur technischen Umsetzung:

9. Bietet ihre VU die Möglichkeit, dass Vertriebspartner online Versicherungsangebote einholen?

Ja über:

10. Beabsichtigt Ihr VU in der Zukunft den Aufbau einer automatisierten Anbindung zu Partnern bzw. die Erweiterung ihrer bestehenden Systeme?

Der größte Teil mit 20 Teilnehmer und damit 43 Prozent besitzen bereits automatisierte Anbindungen. Weitere 17 (37 Prozent) planen den Aufbau oder Erweiterung dieser Systeme. Eine bemerkenswerte Information, die auf den Bedarf der Automatisierung schließen lässt und einen Trend zur IT-Integration von Partnern andeutet.

11. Es existieren standardisierte Schnittstellen wie BiPRO und GDV, um einen einheitlichen Datenaustausch zwischen VU und Partnern zu ermöglichen. Nutzen sie diese?

Man erkennt, dass GDV wesentlich stärker im Einsatz ist als BiPRO. Das Erstaunliche daran ist die Angabe von neun Teilnehmern, dass sie GDV und BiPRO im Einsatz haben. Das bedeutet, nur zwei Teilnehmer nutzen BiPRO ohne GDV. Diese wiederum gaben an auf einen anderen oder selbst entwickelten Standard zu setzen.

Kein Teilnehmer setzt allein auf BiPRO, sondern verwendet zusätzlich noch einen anderen.

GDV existiert bereits sehr lange und ist seither stark verbreitet und im Einsatz. BiPRO ist der aktuellere Ansatz von beiden und ihm ist durchaus noch Potential in der Verbreitung zuzutrauen.

Autor: Andreas Thalhammer